AIDS/HIV

A. ist die Abkürzung für „Aquired Immune Deficiency Syndrome“. Der Erreger, das HI-Virus (Humane Immundefizienz Virus) wird 1983/84 parallel in den USA und Frankreich identifiziert. HIV-Infizierte, bei denen AIDS ausbricht, sterben nicht an der Krankheit selbst, sondern an Folgeerkrankungen, die das geschwächte Immunsystem angreifen. Bisher hat AIDS 25 Millionen Todesopfer gefordert. Keine andere moderne Krankheit hat derart offensichtlich Diskriminierung und Stigmatisierung hervorgerufen. Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre als „GRID“ (Gay Related Immune Difficency) bezeichnet, da homosexuelle Männer die ersten Opfer sind, erweitern sich der Kreis der Infizierten und damit die Bezeichnung bald auf die „4-H-Krankheit“ (Homosexuelle, Heroinabhängige, Hämophile/Bluter, Haitianer). Man vermutet den Ursprung des Virus in Afrika, wo es wohl zwischen den 1930er und 1950er Jahren die Artgrenze vom Affen zum Menschen übersprungen und sich dann weiterentwickelt hat. Die erste wirksame Therapie (AZT), die das Leben HIV-Infizierter und AIDS-Kranker wesentlich verlängert, ist 1987 noch sehr teuer und hat starke Nebenwirkungen. Zehn Jahre später, mit Entwicklung des HAART-Medikamentencocktails (hochaktive antiretrovirale Therapie) ist AIDS zumindest in den Industrieländern kein Todesurteil mehr. In Entwicklungsländern ist die Zahl der Infizierten und AIDS-Waisen allerdings gigantisch. In Schwarzafrika sind 2006 24,7 Millionen Menschen mit HIV/Aids infiziert.

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Die rote Schleife ist das internationale Symbol für Solidarität mit AIDS/HIV-Infizierten. Jedes Jahr am 1.12., dem Welt-Aids-Tag, wird an die Krankheit erinnert und Wohltätigkeitsorganisationen auf der ganzen Welt sammeln Spenden für Hilfsprojekte.

 

Vgl. Dobson 2009

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